Drei neue Fusionshubs entstehen in Deutschland

VEGA wird unter der Koordination von Marvel Fusion und Focused Energy zum ersten Laserfusionshub Deutschlands. Insgesamt 14 weitere Partner beteiligen sich an dem Vorhaben, die Technologien für lasergetriebene Trägheitsfusion und Hochenergielaser voranzutreiben.

STRIDE stellt das Pendant für die Magnetfusion dar. Unter der Koordination von Proxima Fusion, Gauss Fusion und dem Max-Planck-Institut für Plasmaphysik sowie der Mitarbeit von aktuell neun weiteren Partnern entwickelt das Konsortium Stellarator-Technologie für die kommerzielle Magnetfusion.

Mit MAT-TRIX entsteht ein Hotspot für Brennstoffkreisläufe und Materialien in Deutschland. Mit insgesamt neun Partnern wird das Karlsruher Institut für Technologie Themen wie Tritiumkreislauf, Lithiumanreicherung, Breeding-Blanket und Werkstoffe vorantreiben.

Ziel der Hubs ist, Unternehmen und Wissenschaft stärker zu verzahnen, fusionsrelevante Wertschöpfungsketten zu stärken, Forschungs- und Fertigungskapazitäten aufzubauen und damit den Weg zu einem ersten Fusionskraftwerk in Deutschland zu beschleunigen. Gefördert werden die drei Hubs innerhalb der Förderrichtlinie „Hubs für die Fusion“, die das BMFTR im Frühjahr bekannt gegeben hat.

In einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Vertreterinnen und Vertretern aus den Ländern bekräftigte Bundesforschungsministerin Dorothee Bär: „Mit den drei Fusionshubs verbinden wir dafür jetzt unternehmerische Ambitionen und wissenschaftliche Expertise. Damit beschleunigen wir die Entwicklung neuer Fusionstechnologien und sorgen für einen besseren Transfer. Bund und Länder agieren dabei Hand in Hand, um die Hubs langfristig zu starken Standorten der Fusionsforschung und -technologie zu entwickeln.“