Förderprogramm Fusion 2040

Forschung auf dem Weg zum Fusionskraftwerk

Mit dem Förderprogramm "Fusion 2040 – Forschung auf dem Weg zum Fusionskraftwerk" verfolgt das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) das Ziel, schnell und zielführend die Voraussetzungen für den Bau und Betrieb von Fusionskraftwerken zu schaffen. Hierfür sollen technologieoffen Forschungsarbeiten sowohl im Bereich der Trägheitsfusion als auch des magnetischen Einschlusses gefördert werden.

Die Herausforderungen auf dem Weg zu einem Fusionskraftwerk sind vielfältig. Die meisten der benötigten Komponenten, Technologien und Systeme existieren momentan – wenn überhaupt – nur in Form wissenschaftlicher Experimente und werden in den kommenden Jahren weiter erforscht, entwickelt und erprobt werden müssen. Zudem muss ein Übergang von einer reinen Grundlagenforschung hin zu einer anwendungs- und projektorientierten Forschung vollzogen werden. Hierfür braucht es ein Innovationsökosystem, in dem alle relevanten Akteure effizient zusammenarbeiten können.

Aus diesen Aspekten formuliert das Förderprogramm Fusionsforschung eine Reihe Handlungsfelder und definiert Themenschwerpunkte, die in den kommenden Jahren mit spezifischen Maßnahmen adressiert werden sollen.

Im Fokus

KURZMELDUNG | 29.07.2026

Drei neue Fusionshubs entstehen in Deutschland


Seit heute ist es amtlich – noch Anfang August beginnt die Förderung dreier Hubs für die Fusion durch das BMFTR:

VEGA wird unter der Koordination von Marvel Fusion und Focused Energy zum ersten Laserfusionshub Deutschlands. Insgesamt 14 weitere Partner beteiligen sich an dem Vorhaben, die Technologien für lasergetriebene Trägheitsfusion und Hochenergielaser voranzutreiben.
STRIDE stellt das Pendant für die Magnetfusion dar. Unter der Koordination von Proxima Fusion, Gauss Fusion und dem Max-Planck-Institut für Plasmaphysik sowie der Mitarbeit von aktuell neun weiteren Partnern entwickelt das Konsortium Stellarator-Technologie für die kommerzielle Magnetfusion.
Mit MAT-TRIX entsteht ein Hotspot für Brennstoffkreisläufe und Materialien in Deutschland. Mit insgesamt neun Partnern wird das Karlsruher Institut für Technologie Themen wie Tritiumkreislauf, Lithiumanreicherung, Breeding-Blanket und Werkstoffe vorantreiben.

Ziel der Hubs ist, Unternehmen und Wissenschaft stärker zu verzahnen, fusionsrelevante Wertschöpfungsketten zu stärken, Forschungs- und Fertigungskapazitäten aufzubauen und damit den Weg zu einem ersten Fusionskraftwerk in Deutschland zu beschleunigen. Gefördert werden die drei Hubs innerhalb der Förderrichtlinie „Hubs für die Fusion“, die das BMFTR im Frühjahr bekannt gegeben hat.

In einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Vertreterinnen und Vertretern aus den Ländern bekräftigte Bundesforschungsministerin Dorothee Bär:
„Mit den drei Fusionshubs verbinden wir dafür jetzt unternehmerische Ambitionen und wissenschaftliche Expertise. Damit beschleunigen wir die Entwicklung neuer Fusionstechnologien und sorgen für einen besseren Transfer. Bund und Länder agieren dabei Hand in Hand, um die Hubs langfristig zu starken Standorten der Fusionsforschung und -technologie zu entwickeln.“

Offene Fördermaßnahmen

Explorative Forschungsansätze in der Fusion

Nächste Einreichungsfrist: 31. Oktober 2026

Sonstiges

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Beirat Fusionsforschung

Für strategische Fragen zur Umsetzung des "Förderprogramms Fusion 2040", zu neuen Entwicklungen in der Fusionsforschung sowie zu neuen Ansätzen und disruptiven Ideen hat das BMFTR den Beirat Fusionsforschung eingerichtet. Darüber hinaus bildet er ein wichtiges erstes Element für die Schaffung einer gemeinsamen Perspektive der unterschiedlichen Akteure aus Wirtschaft und Wissenschaft.

Der Beirat ist durch folgende Personen besetzt:

Industrie:
• Prof. Dr. Maximilian Fleischer, Siemens Energy (Sprecher)
• Dr. Michael Peiniger, ProZukunft GmbH
• Dr. Hagen Zimer, TRUMPF SE + Co. KG
• Dr. Frank Laukien, Bruker
• Prof. Dr. Markus Roth, Focused Energy
• Dr. Antonia Schmalz, Bundesagentur für Sprunginnovationen SPRIND / Pulsed Light Technologies GmbH

Wissenschaft:
• Dr. Rachael McDermott, Max-Planck-Institut für Plasmaphysik IPP (stellv. Sprecherin)
• Prof. Dr. Constantin Häfner, Fraunhofer-Gesellschaft
• Dr. Klaus Hesch, Karlsruher Institut für Technologie KIT
• Prof. Dr. Christian Linsmeier, Forschungszentrum Jülich
• Prof. Dr. Ulrich Schramm, Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf

Termine

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